Dienstag, 10. Mai 2005 

Der Rennsteiglauf-Supermarathon

 

Home
Laufberichte
Bilder
Links
Termine
Ergebnisse

Der Rennsteiglauf-Supermarathon - Mein erster Ultra!

 

Ich war bereits um kurz nach 5:00 Uhr auf dem Marktplatz in Eisenach. Es war ĂŒberraschenderweise sogar angenehm warm. Um 5:30 Uhr war ich mit toxo verabredet, habe ihn aber nicht getroffen. Toxo und auch stebie kenne ich aus dem Internet. Und zwar aus dem Forum des Berlin-Marathons. Außerdem hatte ich wĂ€hrend des Laufs ein T-Shirt mit einem entsprechenden Aufdruck an.
Ich habe mich jedenfalls großartig gefĂŒhlt. Um 6:00 Uhr ging es dann zunĂ€chst durch die FußgĂ€ngerzone, kurz danach aber schon bergauf. Von einigen ebenen und Berabpassagen unterbrochen ging es dann auch bis km 25,5 (Großer Inselsberg) in erster Linie bergauf.
Nach ca. 10 km ist toxo zu mir aufgelaufen. Wir sind dann ein wenig zusammen gelaufen, haben uns aber an der GetrĂ€nkestelle bei km 12,6 wieder aus den Augen verloren. Außerdem haben mich noch 2 weitere LĂ€ufer angesprochen, die öfters im Forum lesen. Nach ca. 2:40 Stunden auf dem Großen Inselsberg habe ich meine Eltern zum ersten Mal getroffen. Dort ging es mir noch ganz gut, obwohl besonders das letzte Ende des Anstiegs sehr steil war. Vielleicht sogar noch steiler war dann aber der Abstieg zur Grenzwiese. Ich bin mit kurzen Trippelschritten, stĂ€ndig stark bremsend gelaufen. Das ging mĂ€chtig in die Oberschenkel. Trotzdem war ich noch mindestens doppelt so schnell wie die anderen.
Von da an ging es bis km 40,8 mal ein wenig bergauf, mal ein wenig bergab. Mit der Zeit ging das allerdings ganz schön in die Beine, besonders in die Waden. Nach ca. 41 km habe ich an einem steilen Anstieg die erste Gehpause eingelegt.
Kurz vor dem Grenzadler Oberhof habe ich meine Eltern zum zweiten Mal getroffen. Da war ich auch schon fix und fertig und hatte eine kurze Aufmuterung auch nötig. Vielleicht war ich zu schnell angegangen, obwohl mir mein Tempo nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig schnell vorkam. Ganz sicher hat mir aber das Training in den Bergen gefehlt.
Trotzdem war meine Zeit kurz nach dem Grenzadler bei km 55 mit genau 6 h noch recht gut. Da ich bis 14:00 Uhr in Schmiedefeld sein wollte, hatte ich also noch 2 h fĂŒr 19,3 km Zeit. Das sollte doch zu schaffen sein. Immerhin war ich Anfang April 20 km in 1:25 Stunden gelaufen.
Bis km 65 kamen allerdings noch einige gemeine Anstiege. Deshalb wurden die Gehpausen immer öfter und immer lĂ€nger, das wiederanlaufen danach immer schwieriger und das Bergablaufen, eigentlich meine Lieblingsdisziplin, war fast genau so anstrengend. Zumindest kam ich bergab dem Ziel aber ein wenig schneller nĂ€her. Zu allem Überfluß begann es auch noch zeitweise zu regnen. Meistens nur Nieselregen, einmal aber auch fĂŒr ca. 10 - 15 Minuten richtiger Regen. So warm wie in Eisenach war es in 700 - 984 m Höhe auch nicht mehr.
Schließlich habe ich Schmiedefeld aber doch noch erreicht. Wenn mich nicht alles tĂ€uscht, habe ich die Stadionsprecher schon 3 km vor dem Ziel gelegentlich gehört. 2 km vor dem Ziel ist noch eine Frau an mir vorbei gezischt, die noch einen recht frischen Eindruck gemacht hat. Auf meine Frage, ob das ihr Endspurt sei, meinte sie bloß, es ginge gerade so schön bergab. Und weg war sie. Ich selber habe auf den letzten 3 km auch noch ein paar LĂ€ufer ĂŒberholt. Auf den letzten 100 - 200 m hatte ich sogar noch die Kraft fĂŒr einen kleinen Endspurt. Im Ziel habe ich dann gleich meine Eltern getroffen und kurz darauf auch stebie. Ich fing allerdings sehr schnell an, zu frieren. Deshalb bin ich so schnell es ging erst zur GepĂ€ckwiese und dann zu den recht "frischen" Duschen geschlichen.
Noch ein paar allgemeine Anmerkungen: Die Wege waren, besonders im Vergleich zum Harz-Gebirgslauf, doch recht uneben. Es gab kaum Zuschauer (außer an den GetrĂ€nke- und Verpflegungsstellen nur ein paar Wanderer). Ach ja, den unvermeidlichen Schleim habe ich auch zweimal probiert, hat mir aber nicht geschmeckt. Außerdem noch Apfel- und BananenstĂŒcke, Bionade, Cola und meistens aber "stilles" Mineralwasser. Ganz so "still" war es aber doch nicht. An Brot oder gar Wiener WĂŒrstchen habe ich mich aber dann doch nicht herangetraut.
Noch ein wenig Statistik, fĂŒr alle die es interessiert:

Ca. 1500 LĂ€ufer waren am Start.
Gesamtzeit: 8:24:19 Stunden
Gesamtplatz: 696
AK - Platz: 128 der M 35

 

Volker HeißenbĂŒttel


 

[Home] [Laufberichte] [Bilder] [Links] [Termine] [Ergebnisse]