Dienstag, 10. Mai 2005 

Greif-Trainingslager in Belek 2005

 

Home
Laufberichte
Bilder
Links
Termine
Ergebnisse

Trainingslager in Belek (13.-27.3.2005)

 

Mein Flieger sollte um 10:00 Uhr bereits in Hamburg starten. Ich war bereits um 8:00 Uhr am Flughafen, Temperatur: -2°C. Meinen Koffer bin ich dann noch relativ schnell losgeworden. Dann begann die Warterei: Erst habe ich noch etwas getrunken und mich von meinen Eltern verabschiedet, die mich zum Flughafen gebracht hatten. Um 9:15 Uhr musste ich weiter. Bis wir aufs Flugzeug gelassen wurden verging dann aber wieder sehr viel Zeit, in der ich etwas gelesen habe. Mit fast 30 Minuten VerspÀtung hob das Flugzeug mit mir an Bord dann doch endlich ab.

 

 

Die ersten Tage in Belek

 

Bei der Landung hatten wir noch die gleiche VerspĂ€tung. Das nĂ€chste Problem war die Passkontrolle. Als ich meinen Koffer hatte, kam ich in eine große Halle, in der die Menschen in 20 -30 langen Schlangen an den Schaltern auf die Passkontrolle warteten. Ich habe mir eine relativ kurze ausgesucht. Allerdings ging es in meiner Schlange relativ langsam nur voran. An allen anderen Schaltern wurde wohl schneller abgefertigt. Zumindest kam es mir so vor.

Endlich draußen, habe ich den richtigen Bus dann auch bald gefunden. Der Bus war zwar schon fast voll, wir mussten aber trotzdem noch ca. 20 Minuten auf ein paar NachzĂŒgler warten. Dabei wurde es mir schon recht warm. Die Luft war draußen mit 16°C zwar noch recht angenehm, aber die Sonne schien schon recht krĂ€ftig auf den Bus und heizte ihn auf.

Gegen 16:00 Uhr ging es dann allerdings weiter. Um 16:45 Uhr sollte das erste Training stattfinden. Das Pine Beach Resort Hotel wurde von dem Bus allerdings erst als drittes angefahren. Deshalb lief die Greif-Truppe bereits los, als ich und zahlreiche andere aus dem Bus gerade dabei waren, sich anzumelden. Ich habe nicht im Haupthaus gewohnt, sondern in einer Bungalowanlage. Mein Nachbar zur rechten war Jochen R. mit seinem Sohn aus Hamburg.

Gegen 17:40 Uhr liefen Jochen und ich auf eigene Faust in Richtung Belek los. Nach etwa 8 km und 46 Minuten waren wir wieder zurĂŒck. Bein Loslaufen war es noch Taghell, als wir zurĂŒck kamen bereits dunkel.

Nach dem Duschen habe ich von 19:00 – 20:30 Uhr zu Abend gegessen. Dabei bin ich auch sofort Peter Greif begegnet und von ihm begrĂŒĂŸt worden. Außerdem habe ich natĂŒrlich auch schon einige andere LĂ€ufer getroffen. Danach habe ich nur noch meinen Koffer ausgepackt, mir ein wenig das Hotel angesehen und bin frĂŒh ins Bett gegangen.

 

Am nĂ€chsten Morgen bin ich um 7:00 Uhr aufgestanden. FĂŒr 7:45 Uhr war das Morgentraining angesetzt. Das Begann mit dynamischen Stabis, DehnĂŒbungen und Übungen aus dem Lauf-ABC immer im Wechsel. Dynamische Stabis sind KrĂ€ftigungsĂŒbungen fĂŒr die Rumpfmuskulatur, wie z.B. LiegestĂŒtz. Die Stabis hat der Meister selbst vorgefĂŒhrt, die DehnĂŒbungen Karola, die zu seinem Team dazu gehört.

Nach etwa 20 Minuten sind wir in 5 Gruppen, die LeistungsmĂ€ĂŸig etwa zusammen passen, aufgeteilt worden. In den Gruppen sind wir dann zum regenerativen Dauerlauf aufgebrochen. Nach 8 km in 47:21 war ich wieder zurĂŒck. Noch ein paar DehnĂŒbungen, geduscht und dann ab zum FrĂŒhstĂŒck. Um 10:30 Uhr haben wir uns in der Eingangshalle des Hotels versammelt. Von dort sind wir zu einem NebengebĂ€ude gefĂŒhrt worden, in dem man uns einen Versammlungsraum (C1) zur VerfĂŒgung gestellt hat. Unsere Gruppe bestand aus etwa 90 Leuten, die sich jetzt alle mit ein paar SĂ€tzen vorgestellt haben.

Anschließend hat Peter G. noch sein Programm kurz vorgestellt. FĂŒr dieses Trainingslager hat er kein Belastungstraining, sondern ein Überlastungstraining angekĂŒndigt. Deshalb werden wir nach dem Trainingslager in eine Depression verfallen, die 10 – 12 Tage anhĂ€lt. Danach soll unsere Form aber einen Satz nach oben machen.

Ein Trainingslager verlĂ€uft laut Greif auch immer gleich: In den ersten 5 Tagen sind alle ĂŒbermotiviert, dann wird 4 Tage lang normal trainiert und in den letzten 4 Tage wird gejammert. Da war ich neugierig, ob das auch auf mich zutreffen wĂŒrde.

Das Ganze dauerte bis 12:30 Uhr und um 13:00 Uhr war ich schon wieder beim Mittagessen. Danach habe ich dann mit anderen Greifianern am Pool abgehangen und spĂ€ter etwas gedöst. Als ich wieder munter geworden bin, war es bereits 16:12 Uhr. Das Training war fĂŒr den Rest der Zeit von Peter um jeweils 15 Minuten vorverlegt worden. Ich war aber noch gerade rechtzeitig um 16:30 Uhr auf dem Theaterplatz am Pool, wo wir uns wieder trafen.

Nach ein paar Dehnungen sind wir um 16:45 Uhr zur etwa 3 km entfernten Tempolaufstrecke  gelaufen und haben uns dort wieder versammelt. Ich bin heute, und auch bei allen weiteren Tempotrainings, mit meinen noch recht neuen Reebok Premiere Competition, die ich auch beim 10,5 km-Lauf in Kiel an hatte, gelaufen. Es sollten heute 3 x 4000 m mit 2000 m Trabpause gelaufen werden. Dabei wurden wir auch endgĂŒltig in Leistungsgruppen eingeteilt.

Auf meinem Jahresplan steht bei dieser Einheit eine Zeitvorgabe von 16:40 Minuten fĂŒr 4 km. Wir sind aber auf einer Asphaltstraße, an der sehr viele Busse standen, aber nur wenig Verkehr war gelaufen. Nach 500 m war eine Markierung auf der Straße, die ich allerdings erst viel spĂ€ter bemerkt habe, und nach 1000 m war die Wendemarke. Ich bin also nach GefĂŒhl voll motiviert losgelaufen. An der Wendemarke stand Peter und hat mir 3:53 zugerufen. Auf dem RĂŒckweg musste ich wegen zwei Autos, die meinen Weg kreuzten etwas Tempo rausnehmen, lag nach 2000 m aber immer nach bei 7:56 Minuten. Nach 4000 m standen 15:56 Minuten auf der Uhr. Dadurch bin ich als letzter LĂ€ufer in Gruppe 4 (Es wurde von 5 rĂŒckwĂ€rts gezĂ€hlt) gekommen. Nach 2000 m in 12:25 Minuten der nĂ€chste 4000er, diesmal in 16:01 Minuten. Wieder 2000 m Trabpause in diesmal 12:35 Minuten und dann der letzte 4000er. WĂ€hrend der zweite noch ganz locker lief, tat ich mich beim dritten allerdings recht schwer. Nach 2000 m war die Uhr schon bei 8:05 Minuten. Auf dem dritten 1000 m habe ich dann schon etwas beschleunigt und die letzten 100 m noch etwas mehr Gas gegeben. DafĂŒr war ich dann nach 15:53 Minuten bereits fertig. Danach dann wieder zurĂŒck zum Hotel ca. 2,8 km Auslaufen. Nach 1:48:48 Stunden reiner Laufzeit war ich wieder zurĂŒck.

Nach duschen und Abendessen, war ich dann noch bis 23:00 Uhr in der Hoteleigenen Antique Bar. Da wir „All Inklusiv“ gebucht hatten waren die GetrĂ€nke bis Mitternacht kostenlos.

 

Am Dienstag, dem 15.3.waren meine Waden dann etwas verhĂ€rtet. Am Mittwoch war davon allerdings nichts mehr zu spĂŒren. Diesmal haben wir uns um 7:30 Uhr versammelt. Am Montagabend war Sylvia Renz, die deutsche Marathonmeisterin 2003, angereist. Sie trainiert mittlerweile nach Peters PlĂ€nen und hat ihn auch in diesem Trainingslager unterstĂŒtzt. Ab heute hat sie uns die DehnĂŒbungen vorgefĂŒhrt, die wir an diesem Dienstag ausnahmsweise mal am Strand machen mussten. Nach dem ĂŒblichen Mix aus dynamischen Stabis, DehnĂŒbungen und Lauf-ABC ging es gegen 7:50 Uhr wieder zum regenerativen Dauerlauf. Ich war nach 6 km in 38:20 Minuten wieder zurĂŒck. Nach dem FrĂŒhstĂŒck bin ich mit 2 anderen am Strand entlang nach Belek rein. Dort haben wir uns etwas umgesehen und sind dann mit dem Taxi zum Mittagessen wieder zurĂŒck.

Nachmittags um 16:30 Uhr wieder 15 Minuten gedehnt, danach in Gruppen zum extensiven Dauerlauf. Karola hat die 5:30er-Gruppe angefĂŒhrt. Ihr habe ich mich nicht nur heute, sondern auch bei den ĂŒbrigen extensiven LĂ€ufen und auch bei den regenerativen MorgenlĂ€ufen angeschlossen. Besonders am Anfang war das Tempo heute aber deutlich niedriger. Nach etwa 18,7 km in 1:50:23 Stunden waren wir wieder zurĂŒck.

Abends wieder bis 22:50 Uhr in die Antique Bar. Ich habe dabei jeden Abend ca. 2 – 4 Bier und 1 – 2 Raki getrunken. Dabei trinke ich zu Hause oft monatelang ĂŒberhaupt keinen Alkohol. Das war fĂŒr mich sozusagen die dritte Trainingseinheit des Tages.

 

Auch der Mittwoch begann wieder mit Stabis & Co. Und einem anschließenden regenerativen Dauerlauf. Heute waren es 8,2 km in 47:20 Minuten.

Gleich beim FrĂŒhstĂŒck hat mich Peter gefragt, wie schnell ich heute den 10 km-Tempodauerlauf absolvieren will. Weil die WiederholungslĂ€ufe 2 Tagen zuvor sehr gut liefen, sagte ich 41 Minuten. Auch die anderen LĂ€ufer hat er im laufe des Tages nach ihrer Zielzeit gefragt und sich die Antworten notiert. Es sollte nĂ€mlich ein ganz besonderer Wettkampf stattfinden, bei dem wir auch 3 € Startgeld bezahlen mussten.

ZunĂ€chst kam um 10:30 Uhr in Raum C1 aber ein Vortrag von Peter zum Thema „Neue Erkenntnisse aus der Sportmedizin“. Dabei ging es um Interleukin 6, intramuskulĂ€re Triglyceride und L-Carnitin.

Getroffen haben wir uns wieder um 16:30 Uhr auf dem Theaterplatz am Pool und sind von dort sofort zur Tempolaufstrecke losgelaufen. Als alle dort versammelt waren, haben wir uns nach Sylvias Anleitung noch 15 Minuten gedehnt und dann wurde der 10 km-Tempodauerlauf gestartet. Der Clou an der Sache: Alle mussten heute ohne Uhr laufen. Ich hatte hinterher ein ganz gutes GefĂŒhl. Ich hielt meine Geschwindigkeit fĂŒr diese Einheit fĂŒr angemessen. Und auch von der Zeit her hatte ich ein gutes GefĂŒhl. Mit 2,9km Auslaufen kam ich auf 15,9 km.

Die Auflösung und Siegerehrung gab es um 20:30 Uhr in der Antique Bar: Thomas Meineke war mit 33:03 Minuten zwar der Schnellste, hatte sich aber um 57 Sekunden verschĂ€tzt und war damit weit abgeschlagen. Ich lag mit 41:15 Minuten nur 15 Sekunden neben meiner angekĂŒndigten Zeit, hatte aber immer noch eine ganze Menge vor mir. Die beiden Besten hatten sich um nicht mal 1 Sekunde vertan. Außer das Geld bekam er auch noch ein T-Shirt.

Danach habe ich dann noch bis Mitternacht weiter gefeiert. Da 1 LĂ€ufer dabei war, der weniger gelaufen ist und dafĂŒr mehr fotografiert hat, konnte wir uns da schon die Bilder der ersten Tage auf seinem Laptop ansehen.

SpĂ€ter bin ich mit einigen anderen noch in die Hauseigene Disco gegangen. Dort war es mir aber zu laut. Deshalb habe ich mich gleich wieder verdrĂŒckt.

 

Das Wetter war genial: Kaum Wolken, dafĂŒr viel Sonnenschein. Morgens war es noch recht frisch, spĂ€ter wurde es aber bis etwa 20°C warm oder vielleicht noch etwas wĂ€rmer. Allerdings war es gelegentlich auch etwas windig. Dann wurde es im Schatten schnell ungemĂŒtlich. So war es im Grunde die ganzen 14 Tage. Es hat nicht einmal geregnet.

 

Am Donnerstag, dem 17.3. war sehr viel Schonung angesagt. Morgens wieder nach den ĂŒblichen Übungen ein regenerativer Dauerlauf: 8,3 km in 51:56 Minuten.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck gab es ab 10:30 Uhr doppeltes Programm. Die erste HĂ€lfte der Gruppe ging zur Laufstilanalyse bei Peter auf den Theaterplatz. Dort ist dann jeder ein paar Schritte gelaufen und Peter hat ganz genau hingesehen und gesagt, was man falsch macht. Ich laufe zwar sehr aufrecht, aber sonst gab es nichts zu kritisieren.

Anschließend ging es auf ein angrenzendes RasenstĂŒck. Dort hat Sylvia uns ganz genau die korrekte AusfĂŒhrung der diversen dynamischen Stabis gezeigt.

Danach habe ich mich an den Pool gelegt. Kurz vorm Mittagessen habe ich mich dann sogar noch fĂŒr einige Minuten in den unbeheizten und daher sehr kalten Pool getraut.

Nach dem Mittagessen habe ich einen Spaziergang auf unserer morgendlichen Laufstrecke gemacht und dabei ein wenig fotografiert.

Nachmittags haben wir nach den ĂŒblichen DehnĂŒbungen wieder einen extensiven Dauerlauf gemacht. Heute waren es aber bloß 13,8 km in 1:15:37 Stunden. FĂŒr Freitag war was Großes geplant. Deshalb habe ich mir auch noch 3 kleine (0,5 l) Flaschen Wasser besorgt. Bis jetzt hatte ich noch keinerlei Probleme. Aber sollte es auch dabei bleiben?

Nach dem Abendessen wieder bis 22:50 Uhr in die Antique Bar. Danach dann sehr bald ins Bett.

 

 

Der lange Lauf und die Tage danach

 

Heute konnte ich 1 Stunde lĂ€nger schlafen und ganz gemĂŒtlich von 8:00 – 9:30 frĂŒhstĂŒcken. Danach habe ich meine Sachen zusammen gepackt und bin in die Eingangshalle des Hotels gegangen. Dort wollten wir uns um 10:30 Uhr treffen. Dort mussten wir dann unsere GetrĂ€nkeflaschen mit unserer Startnummer vom Tempodauerlauf beschriften lassen. Da wir uns 3 Busse gemietet haben, mussten wir dafĂŒr auch noch einen Unkostenbeitrag in Höhe von 8,50 € entrichten. Nachdem jeder seine Flaschen auf die 3 Busse aufgeteilt hatte und eingestiegen war, sind wir um 11:00 Uhr abgefahren. Nach etwa 30 Minuten Fahrt hatten wir eine Gebirgsstraße erreicht. Kurz hinter dem 3 km-Schild war ein ausreichend großer Parkplatz mit UnterstĂ€nden und Toiletten. Dort stiegen wir aus und bereiteten uns auf den langen Lauf vor. Um 11:37 Uhr startete Gruppe 1 mit den langsamsten LĂ€ufern. Gruppe 2 startete um 11:52 Uhr und Gruppe 3 um 12:07 Uhr. Ich habe lange ĂŒberlegt, ob ich mit Gruppe 3, die von Frau Dr. Karola angefĂŒhrt wurde mitlaufen soll, oder doch lieber mit Gruppe 4. Ich habe mich fĂŒr Gruppe 4 entschieden und bin dann also erst um 12:22 Uhr gestartet. Und die ganz schnellen Hirsche um Sylvia Renz folgten um 12:37 Uhr.

Die 3 Busse waren unsere GetrĂ€nkestationen: Der erste wartete bei Kilometer 5, der zweite bei Kilometer 8 und der dritte bei Kilometer 11. Als der letzte LĂ€ufer bei Kilometer 5 durch war, ist der Bus nach Kilometer 14 (zumindest theoretisch) vorgefahren. Allerdings mussten sich die Busse natĂŒrlich auch immer geeignete Parkmöglichkeiten suchen.

Aus den GesprĂ€chen vor dem Start wusste ich, das bei km 12 oder 13 oder so Ă€hnlich die „Rampe“ kommen sollte. Außerdem war vorher zu erfahren, dass die Strecke vielleicht nicht ganz 35 km lang ist dafĂŒr aber noch 700 – 800 Höhenmeter hat und durchgehend asphaltiert ist. Der Asphalt war allerdings sehr rauh.

Unsere Gruppe sollte ein 5er Tempo laufen. Es ging allerdings gleich etwas bergauf. Nach der ganzen Warterei waren meine Beine nicht wirklich locker, sondern fĂŒhlten sich eher schwer an. Nach 9 Minuten ging es dann aber eine ganze Weile leicht bergab. Da sind meine Beine dann allmĂ€hlich locker geworden und es lief ganz gut bei mir. Allerdings war mein Puls von Anfang an etwas höher, als er sonst bei so langen LĂ€ufen ist. Daran hatte das Streckenprofil sicherlich einen gewissen Anteil, aber auch das Wetter. Die Sonne schien, es war mindestens 20°C warm und unsere Strecke bot kaum Schatten. Nachdem ich diese Gruppe gewĂ€hlt hatte, wollte ich natĂŒrlich auch nicht zurĂŒck bleiben, bloß weil mein Puls relativ hoch war. Ich konnte auch ganz gut mithalten. Unser GruppenfĂŒhrer Klaus hatte sehr wenig Arbeit die Gruppe beisammen zu halten. Bloß an lĂ€ngeren, steileren Anstiegen bin ich langsam zurĂŒck gefallen. Bergab bin ich dann aber wieder an die Gruppe heran gelaufen. Nach 11 – 12 km passierten wir eine Ortschaft. Danach ging es dann bergauf, unterbrochen von kurzen Bergabpassagen. Die so genannte „Rampe“ kam dann etwa bei km 14. Oben angekommen wartete der nĂ€chste Busse. Und auch meine MitlĂ€ufer mussten dort vielleicht 2 Minuten auf mich warten. Danach ging es dann aber einige Kilometer ganz gut bergab, so dass ich mich wieder sehr gut erholen konnte. Dann kam aber auch bald der nĂ€chste lĂ€ngere steile Anstieg. Dort haben wir dann auch begonnen die LĂ€ufer der ersten beiden Gruppen zu ĂŒberholen. Allerdings sind wir dann auch recht bald von der fĂŒnften Gruppe ĂŒberholt worden. Davon waren einige LĂ€ufer auch schon ihrer Gruppe voraus. Nach ca. 27 km hatten wir Gruppe 3 fast eingeholt. Dort stand wieder ein Bus. Als wird den erreichten, lief Gruppe 3 gerade weiter. Als ich noch am Trinken war, lief der Großteil unserer Gruppe schon weiter. Ich bin dann kurze Zeit spĂ€ter auch hinterher. Klaus und 2 oder 3 andere ließen sich allerdings noch mehr Zeit. Da es jetzt doch wieder recht steil bergauf ging, dachte ich die wĂŒrden mich schon wieder einholen. Da ich am Anfang nicht auf die Kilometerschilder geachtet hatte, wusste ich nĂ€mlich nicht, von wo ich meine 6 km Endbeschleunigung starten sollte. Zum GlĂŒck hatte ich aber mitbekommen, dass zwischen km 37 und 38 das Ziel liegen sollte. Klaus ist nĂ€mlich nicht nĂ€her gekommen. Deshalb bin ich noch langsamer geworden. Aber kurz bevor er und seine Begleiter mich eingeholt hatten, sind sie erstmal in die BĂŒsche. Darauf wollte ich dann doch nicht mehr warten. Kurz darauf habe ich das 32 km-Schild erreicht und Gas gegeben. Jetzt ging es leicht ansteigend durch Beskonak hindurch. Es waren viele Kinder auf der Straße, die uns ein „Hallo“ zugerufen haben, einige wollten auch abklatschen. Neben der Straße saßen auch Frauen unter einem Wellblechdach, die Fladenbrote gebacken haben. Jetzt habe ich allerdings nicht mehr allzu viel mitbekommen. Den ersten Kilometer der Endbeschleunigung war ich in 4:31 Minuten gelaufen, den zweiten in 4:20 Minuten. Danach habe ich aber keine Kilometerschilder mehr gesehen. Es kamen aber noch ein paar etwas heftigere Steigungen, die mich fast zur Verzweiflung brachten. Am Ende ging es dann aber noch zweimal sehr steil bergab. Dort bin ich mit langen Schritten förmlich runter geflogen. Das ging allerdings ganz schön in die Oberschenkel. Dann kam auch schon das Ziel in Sicht, das ich dann kurze Zeit spĂ€ter glĂŒcklich erreichte. Nach 17:02 Minuten fĂŒr den Rest der Endbeschleunigung erreichte ich mit einer Gesamtzeit von 2:54:14 Stunden das Ziel.

Die Strecke war wirklich wunderschön aber auch recht anspruchsvoll. Meine Polar S625X zeigte mir hinterher 615 Höhenmeter an.

Dort habe ich mich in einem eiskalten Fluß etwas abgespĂŒlt (ganz hinein habe ich mich nicht getraut) und mich dann umgezogen. Danach gab es dort noch fĂŒr jeden eine leckere Forelle mit reichlich Salat und GemĂŒse und auch ein paar kalte GetrĂ€nke.

Anschließend ging es mit den Bussen noch ein paar Kilometer weiter zu einer schönen Schlucht.

Um 17:40 Uhr waren wir wieder zurĂŒck im Hotel. Dort habe ich erstmal ausgiebig gebadet. Nach dem Abendesssen wieder bis 22:50 Uhr in die Antique Bar. Eigentlich war ich recht mĂŒde, konnte aber trotzdem erst nicht einschlafen. In der Nacht bin ich dann auch noch 3 mal aufgewacht.

 

Der lange Lauf hat mir 3 Blasen beschert und beim Aufstehen am Samstagmorgen bemerkte ich schnell einen Muskelkater in der vorderen Oberschenkelmuskulatur, wahrscheinlich vom schnellen Bergablaufen. Trotzdem war ich um 7:30 Uhr wieder auf dem Theaterplatz. Auf die Stabis und Lauf-ABC haben wir heute verzichtet und bloß DehnĂŒbungen gemacht.

Beim Laufen habe ich mich wieder Karola angeschlossen, was heute ein Fehler war. Denn der regenerative Lauf war eher ein extensiver. Etwas langsamer wÀre meinen Muskeln wohl besser bekommen. 8,1 km in 47:00 Minuten.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck zu Fuß nach Belek, ĂŒber den Markt gebummelt und nach Hause telefoniert.

Nach dem Mittagessen fĂŒr 1 Stunde ins Hoteleigene Internet-Cafe. Die Verbindung war allerdings sehr langsam (56 k-Modem? ) und die Tastatur eine einzige Katastrophe. Außerdem war es schweineteuer. Deshalb haben die mich dort auch nicht wieder gesehen.

Beim extensiven Dauerlauf am Nachmittag sind wir ganz gemĂŒtlich gestartet, auf der zweiten HĂ€lfte dann allerdings allmĂ€hlich etwas schneller geworden: 18,2 km in 1:41:03 Stunden.

Nach dem Abendessen mal wieder in die Antique Bar und danach habe ich mir noch das aktuelle Sportstudio angesehen. Auf meinem Zimmer stand ein kleiner Fernseher, der auch ein paar deutsche Programme empfing. Deshalb bin ich erst gegen 1 Uhr ins Bett gekommen.

 

Am Sonntagmorgen habe ich etwas lĂ€nger geschlafen und noch kurz ĂŒberlegt, ob ich vielleicht auf die Morgeneinheit verzichten sollte. Um 7:25 Uhr bin ich dann aber trotzdem aufgestanden. Die Stabis usw. habe ich zwar verpasst, den Lauf aber mitgemacht. Auch heute Morgen habe ich mich wieder Frau Dr. Karola angeschlossen, obwohl das Tempo noch höher war als gestern und mein Muskelkater eher noch stĂ€rker: 8,1 km in 45:46 Minuten.

Von 9:45 - 10:45 Uhr bat Peter dann zur Fettmessung per Kaliper an den Pool. Mein Ergebnis war sehr erfreulich: 8,9% Am Schluß haben sich auch noch Sylvia Renz und Greif selber vermessen lassen. Sylvias Wert war erwartungsgemĂ€ĂŸ erstaunlich niedrig, und auch Greif mit 13%  liegt noch ganz gut im Rennen.

Den Rest des Tages habe ich dann faul mit rumliegen verbracht, bloß unterbrochen vom Mittagessen.

Nachmittags habe ich mich dann aber doch wieder aufgerappelt und stand um 16:30 Uhr wieder in Laufsachen bereit. Erst 3 km Einlaufen zur Tempolaufstrecke, ca. 15 Minuten gedehnt und anschließend 2 Steigerungen haben meine Beine dann wieder locker gemacht. Dann erfolgte der Start zum 10 km-Tempoturn. Das ist ein Tempowechsellauf, bei dem man 17 x 400 m in seinem geplanten 10 km-Wettkampftempo lĂ€uft und dazwischen fĂŒr 200 m das Tempo etwas reduziert. Ziel dabei ist es, die 10 km möglichst schnell zu laufen. Allerdings hatte Peter die 200 m-Abschnitte nicht genau vermessen, so dass die 400 m- Abschnittszeiten doch recht stark schwankten. Insgesamt war ich mit 41:29 Minuten auf 10 km sehr zufrieden. Beim Tempoturn habe ich vom Muskelkater nichts gemerkt und hinterher war er auch deutlich schwĂ€cher als davor. Insgesamt waren es mit 3,7 km Auslaufen etwa 16,9 km in 1:22:55 Stunden.

Nach dem Abendessen in die ebenfalls Hoteleigene Nautilus Bar. Auch dort gab es Bier und Raki bis Mitternacht umsonst, allerdings weniger SitzplĂ€tze. Ich habe mich aber bereits um 22:45 Uhr zurĂŒck gezogen.

 

Am Montag, dem 21.3. stand ich wieder pĂŒnktlich um 7:30 Uhr fĂŒr das volle Programm bereit. Das Tempo war heute auch wieder gemĂ€ĂŸigter: 8,1 km in 50:26 Minuten. Vom Muskelkater war kaum noch was zu spĂŒren.

Nach FrĂŒhstĂŒck um 10:30 Uhr wieder Treffen im Raum C1. Zuerst fand die Staffelwahl statt. FĂŒr Dienstag stand ein Staffellauf auf dem Plan. Wer daran teilnehmen wollte, musste zur Staffelwahl erscheinen. Dabei haben wir uns in der Reihenfolge unseres Einlaufs beim 10 km-Tempodauerlauf hingesetzt. Die schnellsten saßen vorne und die langsamsten hinten. Insgesamt hatten sich 64 StaffellĂ€ufer eingefunden. Die langsamsten 16 mußten nun zum WĂ€hlen nach vorne kommen. Die langsamste durfte zuerst wĂ€hlen, dann der zweitlangsamste usw.. Ich wurde in Staffel 1 gewĂ€hlt. Eigentlich fand ich unsere Chancen recht gut: Immerhin waren wir der 1., der 17. und der 33. (ich) des Tempodauerlaufs. Allerdings war auch die 64. in unserer Staffel. Und in der Vergangenheit waren meist die mittleren Staffeln die besten.

Anschließend setzten wir uns wieder hin und Karola hielt bis 12:30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Wie Leistung zustande kommt“.

Nachmittags wieder ein extensiver Dauerlauf: 18,6 km in 1:42:37 Stunden. Trotz dieses relativ hohen Tempos war mein Puls nur bei ca. 66% des Maximums.

Nach dem Abendessen wieder bis 22:00 Uhr in die Nautilus Bar.

 

 

Erfolgreicher Abschluß

 

Am Dienstag, dem 22.3. wieder das ĂŒbliche Morgenprogramm: 8,2 regenerative Kilometer in genau 47 Minuten. Der Muskelkater in den vorderen Oberschenkeln war wieder verschwunden, dafĂŒr taten jetzt die hinteren Oberschenkel und die Adduktoren ein paar Tage lang etwas weh. Das behinderte mich allerdings beim Laufen nicht.

Ich habe den ganzen Tag am Pool verbracht: Gefaulenzt, gelesen, gedöst, mich mit anderen unterhalten. Schließlich stand fĂŒr den Nachmittag der zweite Wettkampf auf dem Plan.

Um 16:45 Uhr wollten wir uns an der Tempolaufstrecke treffen. Deshalb bin ich gegen 16:20 Uhr ganz gemĂŒtlich vom Hotel aus losgetrabt. Dort angekommen, habe ich die anderen 3 meiner Staffel schnell gefunden. Wir haben noch schnell die Startreihenfolge besprochen und uns dann zum Gruppenfoto aufgestellt. Und dann erfolgte auch bald der Start:

Peter S., unser zweitschnellster, war unser StartlĂ€ufer. Nach knapp 7 Minuten hatte er die 2 km bereits geschafft und klatschte als erster ab. Das war das Startzeichen fĂŒr Christiane F., unsere langsamste. Aber auch sie gab ihr bestes, verlor jedoch einige PlĂ€tze, so dass unsere Staffel ins Mittelfeld zurĂŒck fiel. Dann wollte ich als dritter wieder etwas Boden gut machen und sprintete auch gleich krĂ€ftig los. Die ersten 200 m liefen auch ganz locker, dann merkte ich allerdings allmĂ€hlich die Anstrengung und nahm etwas Tempo raus. Nach 400 m habe ich schon gedacht: „Hoffentlich kommt bald das Ziel.“ Nach 600 – 800 m hatte ich mich aber an das Tempo gewöhnt und es lief wieder besser. Anstatt PlĂ€tze gutzumachen, verlor ich zunĂ€chst jedoch welche. Als erster kam Mario L. scheinbar ganz locker mit langen Schritten an mir vorbeigejoggt, etwas spĂ€ter wĂŒrde ich noch von 2 weiteren schnellen LĂ€ufern ĂŒberholt. Erst auf der zweiten HĂ€lfte konnte ich noch einige langsamere LĂ€ufer/innen ĂŒberholen. Gegen Ende wurde es immer anstrengender, zumal ich noch etwas zum Endspurt anzog. Da ich zum Stoppen der Zeit zu hektisch war, weiß ich noch nicht mal, wie schnell ich war. Der SchlusslĂ€ufer unserer Staffel war dann aber der Überflieger Thomas M.. WĂ€hrend ich nun 2 km locker trabte, brachte er unsere Staffel wieder nach vorne. Der zweite Durchgang verlief dann ganz Ă€hnlich wie der erste. Meine 2000 m – Zeit war diesmal 7:23,7 Minuten. Und als Thomas mit deutlichem Vorsprung auch den zweiten Durchgang beendete, glaubte ich allmĂ€hlich an den Sieg. Im dritten Durchgang wurde es aber wieder spannend. Mario L. hat mich diesmal auch wieder recht frĂŒh, nach ca. 500 m, ĂŒberholt. Beim zweiten schnellen dauerte es etwa 900 m und der dritte schnelle, Rainer K., hat mich diesmal nicht mehr gekriegt. Nachdem ich im zweiten Durchgang an vierter Stelle liegend an Thomas ĂŒbergab, waren wir jetzt schon dritter. Meine Zeit: 7:26,4 Minuten. Allerdings hatte die erste Staffel schon einen deutlichen Vorsprung und mit Christine F. eine schnelle SchlusslĂ€uferin, die noch dazu ein phantastisches Rennen gelaufen sein muß. Es hat ihr aber trotzdem nichts genĂŒtzt. Etwa 200 m vor dem Ziel wurde sie von Thomas ĂŒberholt. Allerdings ist Thomas auch bei mindestens 2 LĂ€ufen knapp unter 6 Minuten geblieben. Peter lief 3 mal zwischen 6:50 und 7:00 Minuten. Entscheidend fĂŒr unseren Sieg war aber Christiane. Sie war vorher noch nie 1000 m in unter 5:30 Minuten gelaufen, jetzt lief sie mindestens 2 mal 2000 m in 9:47 Minuten!

Alle 16 SchlußlĂ€ufer wurden im Ziel mit einer Welle und viel Jubel empfangen. Danach dann sehr langsames Auslaufen zurĂŒck zum Hotel. Insgesamt kamen bei mir 16,2 km in 1:29 Stunden zusammen.

Nach dem Abendessen um 20:45 Uhr zur Siegerehrung in die Antique Bar, spÀter bis Mitternacht in die ebenfalls Hoteleigene Nyx Bar.

 

Am Mittwoch nach Stabis, Lauf-ABC und DehnĂŒbungen wieder 8,2 regenerative Kilometer in 48:54 Minuten.

Um 10:30 Uhr gab es in Raum C1 mal wieder einen Vortrag von Peter Greif: „Wie laufe ich erfolgreich Marathon?“ Es war sehr interessant und teilweise auch lustig. Da er nach 1,5 Stunden noch nicht fertig war, hat er die Fortsetzung fĂŒr Freitag angekĂŒndigt.

Um 15:00 Uhr waren wir mit einem Öger-Menschen verabredet, um uns fĂŒr eine Rafting-Tour anzumelden. Otto G. aus Ratingen hatte das eingefĂ€delt. Wir mussten allerdings bis 15:45 Uhr auf Öger warten. Das Anmelden und Bezahlen (42€) ging dann allerdings recht schnell.

Danach dann schnell wieder umziehen, DehnĂŒbungen und extensiver Dauerlauf: 18,7 km in 1:40 Stunden. Trotz des doch recht flotten Tempos war mein Puls bloß bei 66 – 67% vom Maximum. Und genau so habe ich mich auch gefĂŒhlt. Eine Woche zuvor war der Puls bei gleichem Tempo noch deutlich höher.

Abends wieder bis 0:25 Uhr in Nautilus und Nyx Bar trainiert.

 

Nach dem Muskelkater der letzten Tage waren die Beine heute wieder ganz locker. Da haben die 8,2 regenerativen Kilometer in 46:51 Minuten. Auf dem RĂŒckweg hatten wir Gegenwind. Dort habe ich meine MitlĂ€ufer ziehen lassen, um weiterhin im regenerativen Bereich zu bleiben.

Vormittags bin ich wieder nach Belek rein, habe etwas eingekauft und nach Hause telefoniert. Nach dem Mittagessen am Pool abgehangen, gelesen und gedöst.

Aufgrund einer missverstĂ€ndlichen Anweisung unseres Trainers waren um 16:30 Uhr schon fast alle LĂ€ufer an der Tempolaufstrecke, statt am Pool, versammelt. Dort haben wir erstmal eine ganze Weile auf Greif und einige NachzĂŒgler gewartet. Einigen dauerte die Warterei zu lange. Die haben ihren 15 km Tempodauerlauf schon ohne Peters Kommando begonnen. Der Rest hat dann aber auch auf die DehnĂŒbungen verzichtet und ist etwa 10 Minuten spĂ€ter gestartet.

Ich hatte anfangs schwere Beine. Trotzdem lief der erste Kilometer schneller als geplant: 4:17 Minuten. Den zweiten Kilometer bin ich in 4:28, den dritten in 4:23, den vierten in 4:20 und den fĂŒnften in 4:26 Minuten gelaufen. Der Puls war bis hier hin noch etwas zu niedrig. Jetzt hat mich aber Frank R. ĂŒberholt, der zu den FrĂŒhstartern gehörte. Und der lief etwa 4:15er Tempo. Von ihm habe ich mich dann etwas ziehen lassen und kam so allmĂ€hlich auf Touren. Kilometer 6 in 4:18, km 7 in 4:16, km 8 in 4:20, km 9 in 4:16 und km 10 in 4:12. AllmĂ€hlich lief es richtig gut, und der Puls war auch im richtigen Bereich. Darauf hatte ich wĂ€hrend des Laufs allerdings gar nicht geachtet. Das habe ich erst hinterher festgestellt. Kilometer 11 in 4:16 und Kilometer 12 in 4:13. AllmĂ€hlich wurde es Zeit fĂŒr den Endspurt. Zum letzten Mal die 1,5 km lange Strecke hin und wieder zurĂŒck: Km 13 in 4:06,5, km 14 in 4:06,5 und der letzte Kilometer in 3:55,5 Minuten. Dabei war bloß auf dem letzten Kilometer der Puls ein wenig zu hoch. Insgesamt waren es 20,5 Kilometer in 1:39:46 Stunden. Hinterher waren allerdings meine Waden wieder etwas verhĂ€rtet.

Am Abend nur bis 22:40 Uhr in die Nyx Bar.

 

Am Freitag, dem 25.3. bin ich bereits um 6:30 Uhr aufgestanden und um 7:05 Uhr alleine losgetrabt: 6 km in 35:49 Minuten. Schließlich musste ich schon um 8:45 Uhr mit gepackter Tasche am Eingang des Hotels sein. Als der Öger-Bus kurze Zeit spĂ€ter auch tatsĂ€chlich kam, mussten wir noch etwa 5 Minuten auf Sylvia warten, die sich kurzfristig entschlossen hatte, auch mitzukommen.

Um 10:00 Uhr hatten wir unser Ziel, eine Rafting-Station, endlich erreicht. Dort wurden wir mit Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm und Gummischuhen eingekleidet und bekamen noch einen Tee zu trinken. Dann ging es per Bus noch ein ganzes Ende weiter zu unserem Startpunkt. Die beiden aufregendsten Stellen kamen gleich zu beginn und kurz vor dem Ziel. Der Fluß war relativ zahm und es war völlig ungefĂ€hrlich, Spaß gemacht hat es aber trotzdem. Zwischendurch haben wir noch eine halbe Stunde Pause gemacht. Hinterher gab es noch Mittagessen und wieder Tee. Außerdem konnten wir noch Bilder von dieser Rafting-Tour kaufen. Danach ging es dann recht bald wieder zurĂŒck. Um 15:10 Uhr waren wir wieder am Hotel.

Bereits gegen 16:15 Uhr war ich wieder umgezogen am Pool und habe auf die nĂ€chste Trainingseinheit gewartet. Die begann dann wieder mit 15 Minuten dehnen. Danach haben wir bloß einen kurz, noch dazu regenerativen, Lauf gemacht: 10,2 km in 57:16 Minuten.

Nach dem Abendessen wieder Nautilus und Nyx Bar bis 0:20 Uhr.

 

Am letzten Tag konnte ich wieder etwas lĂ€nger schlafen. Trotzdem war ich bereits um 9:50 Uhr mit gepackter Tasche und ausreichend GetrĂ€nken in der Eingangshalle des Hotels. FĂŒr heute stand der zweite 35er auf dem Plan. Abfahrt war wieder um 11:00 Uhr. Weil es diesmal weniger Teilnehmer waren, einige waren durch Verletzungen oder Erkrankungen außer Gefecht gesetzt, kostete es diesmal 13€.

Nachdem ich beim ersten 35er noch in Gruppe 4 gestartet war, hatte ich mich diesmal fĂŒr Gruppe 3 entschieden. Gruppe 3 war beim ersten 35er aber auch schon deutlich schneller als der eigentlich geplante 5:30er Schnitt. Diesmal war es deutlich kĂŒhler als eine Woche zuvor. Vor allem brannte die Sonne auch nicht so sehr. Am Bus beim km 8 sind wir dann auch ohne zu trinken vorbei gelaufen. Karola hat ein recht flottes Tempo vorgegeben, besonders auch an den Anstiegen. Auch diesmal bin ich an den lĂ€ngeren steilen Anstiegen schnell zurĂŒck gefallen. Aber nach den ersten Kilometern, wĂ€hrend derer ich wieder schwere Beine hatte, lief es bei mir recht gut. Auch der Puls war diesmal deutlich niedriger als eine Woche zuvor. Schon nach etwa 14 km haben wir die ersten beiden langsamen LĂ€ufer ĂŒberholt. Bald danach folgten dann noch weitere Überholmanöver unsererseits. Einer aus unserer Gruppe, Evgenij F., war recht ungeduldig und hat eine Trinkpause dazu genutzt, sich nach vorne abzusetzen. Einen anderen haben wir in die andere Richtung verloren. Ansonsten sind wir aber bis 9 km vor dem Ziel zusammen geblieben. Kurz vor Beginn der Endbeschleunigung gab es noch einen richtig knackigen Anstieg. Deshalb war ich etwa 50 – 100 m hinter meiner Gruppe. Aber kaum ging es wieder bergab, kam auch schon das Kilometer 29 Schild. Obwohl ich von dem Anstieg noch nicht erholt war gab ich vorsichtig Gas. Das es recht steil bergab ging war mein Tempo sehr schon beachtlich hoch. Am Ende des GefĂ€lles, als wieder ein kurzer Anstieg kam, habe ich Karola ĂŒberholt, was mich doch sehr verwunderte. Schließlich ist sie eigentlich um einiges schneller als ich. Danach habe ich weder Karola, noch irgendjemand anderen aus dieser Gruppe wieder gesehen. Zumindest nicht bis zum Ziel. Der erste Kilometer meiner Endbeschleunigung war nach 3:40 Minuten recht schnell vorbei. WĂ€hrend des zweiten Kilometers ging es nicht ganz so viel bergab, sondern auch etwas bergauf. Deshalb dauerte der 3:56 Minuten. Kilometer 3 dann genau 4 Minuten. Dann war ich an der Stelle, an der ich beim ersten 35er die Endbeschleunigung begonnen hatte. Diesmal brauchte ich fĂŒr Kilometer 4 4:30, statt 4:31Minuten. Auch beim nĂ€chsten Kilometer war ich etwas schneller: 4:19 gegenĂŒber 4:20 Minuten. Und fĂŒr den Rest bis zum Ziel habe ich diesmal nur 16:24 Minuten gebraucht. Eine Woche davor waren es noch 17:02 Minuten. Trotzdem habe ich mich diesmal bei der Endbeschleunigung wesentlich besser gefĂŒhlt.

Ich bin allerdings auch noch von 3 schnellen LĂ€ufern ĂŒberholt worden. Noch vor Beskonak von Thomas Meinecke, sogar gleich zweimal. Er muß zwischendurch eine kleine Trinkpause eingelegt haben. Darauf habe ich wĂ€hrend der Endbeschleunigung verzichtet. In Beskonak bin ich dann noch von Tobias Hegmann und Mario MĂŒller ĂŒberholt worden. Als ich nach 2:51:49 Stunden das Ziel erreichte, durfte ich sogar noch beim Cheffe abklatschen.

Die Forellen wurden diesmal vom Sieger des Tempodauerlaufs ohne Uhr und von den Staffelsiegern bezahlt.

Gegen 18:00 Uhr waren wir zurĂŒck im Hotel. Nach dem Abendessen habe ich meinen Koffer gepackt. Danach war ab 20:30 Uhr Abschlussfeier in der Antique Bar. Gegen 23:15 Uhr haben wir noch einen Mitternachtsimbiß eingenommen und uns dann an der Nautilus Bar niedergelassen. Die Flugzeuge nach Stuttgart, Erfurt, DĂŒsseldorf und Hamburg sollten bereits um 6 Uhr oder kurz danach starten. Weil wir bereits um gefĂŒhlte 1:45 Uhr, auch in der TĂŒrkei wurde in der Nacht die Uhr um 1 Stunde vorgestellt, vom Hotel abgeholt wurden, hielten es einige, darunter auch ich, fĂŒr unsinnig, vorher noch ins Bett zu gehen. Wir haben dort also weiter gefeiert und abwechselnd ausgecheckt.

Um 4:00 Uhr war ich in Antalya auf dem Flughafen. Mein Flieger hob statt 6:10 Uhr erst um 6:45 Uhr ab, bei der Landung in Hamburg hatte er aber nur noch 7 Minuten VerspÀtung.

[Home] [Laufberichte] [Bilder] [Links] [Termine] [Ergebnisse]