Dienstag, 10. Mai 2005 

Hamburg-Marathon am 24.4.2005

 

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20. Hamburg-Marathon am 24.4.2005

 

Mein Ziel war mal wieder klar: Meine Uralt-Bestzeit (3:18:40 Stunden / Berlin 1998) deutlich zu verbessern. In Hamburg war ich bisher allerdings immer lĂ€nger als 3:20 Stunden unterwegs. Meine 3 schnellsten Marathons bisher war ich immer in Berlin gelaufen. Hamburg liegt mir wohl einfach nicht so. Deshalb musste ich zu drastischen Maßnahmen greifen: Ein Greif-Trainingslager vom 13.-27.3.. DarĂŒber habe ich ja einen recht langen Bericht geschrieben. Im Trainingslager habe ich mich auch stark verbessert. Allerdings hatte ich auch eine ErkĂ€ltung aus der TĂŒrkei mitgebracht. Deshalb habe ich zunĂ€chst fast nur kurze und langsame LĂ€ufe gemacht. Von der von Greif versprochenen Trainingslagerdepression habe ich dadurch auch nichts gemerkt. Als die ErkĂ€ltung sich langsam verzog, ging mit ihr leider auch gleich meine Motivation. Deshalb sind meine LĂ€ufe auch weiterhin relativ kurz und langsam geblieben. Als Streakrunner bin ich aber weiterhin tĂ€glich gelaufen. Erst in der Marathonwoche habe ich dann wieder einigermaßen normal trainiert. Da ich am Wochenende nicht zum letzten langen Lauf gekommen war und ich unbedingt vor dem Marathon noch einen machen wollte, bin ich am Montag, den 18.4. noch 29 km gelaufen. Am Mittwoch habe ich dann 5 x 1000 m TempogefĂŒhlsintervalle gemacht. Dabei war ich etwas schneller als geplant. Mein Puls war dabei aber trotzdem recht niedrig. Das deutete ich immerhin als gutes Omen. Von Donnerstag bis Sonntag habe ich dann nur noch sehr kurze regenerative LĂ€ufe gemacht.

Am Sonntag bin ich dann eher widerwillig um 5:30 Uhr aufgestanden. So frĂŒh morgens, besonders wenn ich noch im Bett liege, habe ich nie Lust zum Laufen. Auf den Marathon wollte ich dann aber doch auch nicht verzichten. Da ich am Abend vorher schon vieles vorbereitet hatte, hatte ich jetzt sogar noch etwas Zeit, mir am Computer ein paar Belek-Bilder anzusehen. PĂŒnktlich um kurz vor 7:00 Uhr war ich dann aber auf dem LĂŒneburger Bahnhof. Bloß der IC, den ich eigentlich nehmen wollte, war nicht da. FĂŒr den waren 60 Minuten VerspĂ€tung angesagt. Deshalb bin ich erst um 7:28 Uhr mit einem Metronom (Regional-Expreß) gefahren. Weil ich dann relativ spĂ€t erst in den Messehallen war, habe ich weder Foris des Berlin-Marathon-Forums, noch welche von laufen-aktuell getroffen.

Ich stand aber pĂŒnktlich in meinem Startblock A schwarz. Nach dem Startschuß, den ich ĂŒberhaupt nicht gehört habe, habe ich dann genau 3:24 Minuten bis zur Startlinie gebraucht. Es war zwar sehr eng, ich konnte aber trotzdem in etwa mein Wunschtempo laufen. Der erste Kilometer war nach 4:52,7 Minuten zu ende. Danach bin ich 2 km in 9:30,1 Minuten und Durchschnittspuls 148 gelaufen und weitere 2 km in 9:18,4 Minuten (150) gelaufen. Nachdem es zu Beginn ĂŒberwiegend leicht bergauf ging, durfte ich auf Kilometer 6 bergab laufen: 4:25,3 Minuten bei Puls 149. Danach ging es dann aber allmĂ€hlich wieder etwas bergauf: Kilometer 7 in 4:34,7 Minuten (150) und Kilometer 8 in 4:37,1 Minuten (154). Eigentlich wollte ich anfangs bloß 4:40 min/km laufen, war also schon etwas zu schnell. Aber weil der Puls dabei immer noch relativ niedrig war, habe ich mich nicht gebremst. Auf der Elbchaussee, etwa bei Kilometer 7 bin ich von einem Schwarzen in einem irren Tempo ĂŒberholt worden. Das muß wohl ein ToplĂ€ufer gewesen sein, der den Start verpasst hat. Allerdings habe ich ihn in der Ergebnisliste nicht gefunden. Er hat wohl aufgegeben. Kilometer 9, wieder bergab, endete nach 4:26,8 Minuten (154) auf dem Dixi. Nach 1:15,9 Minuten ging es dann aber wieder weiter. Danach bin ich eher noch einen Tick schneller gelaufen, als vorher. Kilometer 10 in 4:26,4 (151). Auf den nĂ€chsten beiden Kilometern ging es runter an die Elbe. Das machte sich auch in der Zeit bemerkbar: 2 km in 8:41,5 Minuten (154). Auf den nĂ€chsten 12 Kilometern war die Strecke dann relativ eben. Die Kilometerzeiten pendelten sich allmĂ€hlich bei unter 4.30 Minuten ein, wĂ€hrend die Herzfrequenz langsam anstieg. Kurz nach dem Tunnel, nach etwa 15 km sah ich zum ersten Mal das Groupie-Team von laufen-aktuell. Allerdings sahen wir uns erst im letzten Moment. Das Feld war doch noch sehr dicht zusammen. Da war ich auch noch sehr leichtfĂŒĂŸig unterwegs. 5 km weiter merkte ich doch schon eine gewisse Anstrengung. Der Puls war da auch schon bei 160. Ich wollte das Tempo von knapp 4:30 min/km aber so lange es ging weiter laufen. Und es ging zunĂ€chst noch ganz gut. Der erste HM war nach 1:36:52 Stunden zu Ende. Da dachte ich mir noch: “Den zweiten ohne Dixipause in der gleichen Zeit und ich bin zufrieden.

Auf Kilometer 25 ging es dann wieder etwas stĂ€rker bergauf, was sich auch gleich wieder in der Zeit bemerkbar machte: 4:38,4 Minuten (164). Danach ging es dann aber eben und sogar etwas bergab normal weiter: 4:29,7; 4:24,8; 4:24,5 Minuten (163, 165, 167). Mein schnellster Kilometer war der 29.: 4:20,0 Minuten (168). Nachdem ich die ganze Zeit den Puls nicht beachtet hatte, bin ich bei diesem Wert jetzt doch etwas erschrocken. Ganz so hoch ist er beim Marathon normalerweise auch nicht. Allerdings schien die Sonne doch ganz schön heftig, auch wenn die Temperatur bloß bei ca. 10 – 15°C lag. Eigentlich ideales Marathonwetter. Auch der Wind hielt sich in Grenzen. Nur gelegentlich blies er mal etwas heftiger.

Kurz nach Kilometer 30 bin ich dann angehalten und ein paar Schritte gegangen, um einen Becher Ultra-Buffer und etwas Wasser hinterher zu trinken. Da fiel das Weiterlaufen schon etwas schwerer als nach 9 km. Der Kilometer war mit 4:46,2 Minuten (165) auch merklich langsamer. Auch noch bemerkenswert: Kilometer 33 in 4:43,8 Minuten (171) und Kilometer 34 in 4:15,4 Minuten (173). Da die Strecke relativ eben ist und ich gleichmĂ€ĂŸig meinen Rhythmus weiter gelaufen bin, muß das 33 km-Schild falsch gestanden haben. Aber das ist meines Wissens nach bereits seit zig Jahren so.

Mittlerweile war schon eine deutliche ErmĂŒdung der Beine zu spĂŒren. Nachdem ich bisher fast bloß meine Kilometersplits beachtet hatte, habe ich jetzt in erster Linie meine Gesamtzeit betrachtet und angefangen zu rechnen: WĂŒrde es reichen, wenn ich jetzt mit einem 5er-Schnitt weiter laufen wĂŒrde? Das wĂ€re immerhin nicht ganz so anstrengend. ZunĂ€chst musste ich die Frage allerdings verneinen. Was mich aber noch aufbaute: Ich war seit Beginn des Rennens quasi nur am Überholen. Auch nach 35 km noch. Kurz vor der 35 km-Marke habe ich sogar Frieda Harms vom ForumTeam ĂŒberholt. Sie war zwar nicht ganz mit ihrer Leistung zufrieden, am Ende aber immerhin noch 3. ihrer Altersklasse.

Auf den letzten Kilometern wurde es noch einmal richtig hĂŒgelig, zumindest fĂŒr Hamburger VerhĂ€ltnisse. Kilometer 36, mehr bergauf als bergab in 4:37,2 Minuten (173). Kilometer 37, mehr bergab als bergauf in 4:33,2 Minuten (175). Kilometer 38 und 39, die Rothenbaumchaussee, fast nur bergauf: 4:40,2 und 4:56,8 Minuten (176, 175). Auf Kilometer 40 ging es dann zwar wieder gut bergab, aber meine Beine wollten nicht mehr wirklich: 4:38,5 Minuten (175). Auf Kilometer 41 ging es zunĂ€chst auch noch etwas bergab, dann begann aber der letzte Anstieg. Hier stand auch wieder die laufen-aktuell-Groupie-Truppe. Nach deren Aussage soll ich sogar noch ganz frisch ausgesehen haben. Ich habe ihnen voller Optimismus auch noch zugerufen, daß es ganz gut fĂŒr mich aussieht. FĂŒr den Kilometer habe ich zwar 5:10,9 Minuten bei Puls 176 gebraucht, aber jetzt war ich mir schon sicher, mein Ziel zu erreichen. Kilometer 42 ging zunĂ€chst auch noch ein ganzes Ende bergauf, bevor es wieder eben wurde: 5:05,6 (177). Auf den letzten 195 m habe ich trotz mĂŒder Beine das Tempo noch mal etwas angezogen und meinen Puls bis auf 181 (Hfmax 191) hochgetrieben: 46,8 Sekunden bei einem Durchschnittspuls von 178.

Am Ende hat sich sogar meine Hoffnung, die ich bei der Halbzeit hatte erfĂŒllt: Mit 1:36:55 Stunden war die zweite HĂ€lfte nur 3 Sekunden langsamer als die erste. Insgesamt war ich mit 3:13:47 Stunden 1251. bzw. 324. in meiner Altersklasse. Ich habe meine 6,5 Jahre alte Bestzeit um 4:53 Minuten verbessert und bin damit deutlich unter 3:15 Stunden geblieben. Oder anders ausgedrĂŒckt: Ich bin voll zufrieden mit diesem Lauf.

 

LĂŒneburg, den 26.4.2005                                                    V. HeißenbĂŒttel

 

Nummer          Zeit      Zwischenzeit    HF       Max     Drs      Min      Strecke            min/km

1.         0:04:52,7         0:04:52,7         143      145      138      115      0          0:00    

2.         0:14:22,8         0:09:30,1         153      153      148      137      0          0:00    

3.         0:23:41,2         0:09:18,4         152      155      150      137      0          0:00    

4.         0:28:06,5         0:04:25,3         149      155      149      130      0          0:00    

5.         0:32:41,2         0:04:34,7         153      153      150      144      0          0:00    

6.         0:37:18,3         0:04:37,1         153      158      154      150      0          0:00    

7.         0:41:45,1         0:04:26,8         156      157      154      128      0          0:00    

8.         0:43:01,0         0:01:15,9         120      156      133      116      0          0:00    

9.         0:47:27,4         0:04:26,4         157      157      151      116      0          0:00    

10.       0:56:08,9         0:08:41,5         151      158      154      143      0          0:00    

11.       1:00:41,1         0:04:32,2         159      160      156      150      0          0:00    

12.       1:05:09,8         0:04:28,7         158      159      157      154      0          0:00    

13.       1:14:05,8         0:08:56,0         160      164      156      132      0          0:00    

14.       1:18:45,8         0:04:40,0         160      161      159      156      0          0:00    

15.       1:23:08,8         0:04:23,0         142      161      157      142      0          0:00    

16.       1:27:36,7         0:04:27,9         159      161      158      141      0          0:00    

17.       1:32:01,2         0:04:24,5         156      164      160      150      0          0:00    

18.       1:36:29,8         0:04:28,6         161      163      160      154      0          0:00    

19.       1:40:54,4         0:04:24,6         161      166      162      160      0          0:00    

20.       1:45:23,3         0:04:28,9         163      164      160      141      0          0:00    

21.       1:49:47,0         0:04:23,7         165      166      165      162      0          0:00    

22.       1:54:25,4         0:04:38,4         162      167      164      161      0          0:00    

23.       1:58:55,1         0:04:29,7         165      166      163      147      0          0:00    

24.       2:03:19,9         0:04:24,8         166      167      165      162      0          0:00    

25.       2:07:44,4         0:04:24,5         168      168      167      166      0          0:00    

26.       2:12:04,4         0:04:20,0         168      170      168      167      0          0:00    

27.       2:16:38,6         0:04:34,2         168      169      168      166      0          0:00    

28.       2:21:24,8         0:04:46,2         168      170      165      143      0          0:00    

29.       2:25:53,9         0:04:29,1         171      171      169      167      0          0:00    

30.       2:30:37,7         0:04:43,8         172      172      171      170      0          0:00    

31.       2:34:53,1         0:04:15,4         173      174      173      170      0          0:00    

32.       2:39:20,4         0:04:27,3         176      176      174      171      0          0:00    

33.       2:43:57,6         0:04:37,2         173      177      173      162      0          0:00    

34.       2:48:30,8         0:04:33,2         174      177      175      173      0          0:00    

35.       2:53:11,0         0:04:40,2         177      179      176      173      0          0:00    

36.       2:58:07,8         0:04:56,8         174      179      175      160      0          0:00    

37.       3:02:46,3         0:04:38,5         177      177      175      173      0          0:00    

38.       3:07:57,2         0:05:10,9         177      178      176      173      0          0:00    

39.       3:13:02,8         0:05:05,6         177      179      177      175      0          0:00    

40.       3:13:49,6         0:00:46,8         181      180      178      176      0          0:00    

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